Steinmetze und Betriebe
Die Steinhauerei hatte in allen drei Stadtteilen Tradition. In Röllfeld waren um dieJahrhundertwende 162 Steinhauer und Steinmetzen in elf Steinbrüchen beziehungsweise steinverarbeitenden Betrieben registriert. In Trennfurt bestanden mehrere Steinbrüche in Flußnähe mit Bearbeitungs- und Verladeplatz am Mainufer sowie zahlreiche Steinhauerhütten am Bahnhof. Das gleichmäßige Geräusch ihrer Klüpfel gehörte zum Klingenberger Werktag. In Alt-Klingenberg waren hauptsächlich Steinmetzen und Steinbildhauer tätig. Einer von ihnen hat am Völkerschlachtdenkmal von Leipzig mitgearbeitet. Hergestellt wurden Mauersteine, Tröge, Zaunpfosten, Fenstersimse, Türrahmen und Türschwellen, aber auch Schmucksteine, Säulen und Figuren für vornehme Bürgerhäuser. Nicht zu vergessen Bildstöcke, Heiligenfiguren, Kruzifixe und Grabmäler. Der Transport erfolgte per Schiff oder Bahn. Hauptabnehmer war die Bauindustrie im Raum Frankfurt. Aber auch bis ins Rheinland ging der rote Klingenherger Sandstein.